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 Emanzipiert und ihrer Zeit um Längen voraus

Von Ulrike Krebs


Mit vereinten Kräften erreichte Nordenham, dass es sich demnächst „Frauenstadt“ nennen darf. Dies gelang dank der Malerin Emy Rogge. Ein für sie typisches Gemälde präsentieren Ursula Bernhold, Annika Ahrens, Ilona Tetzlaff, Carsten Seyfarth und Karin Windheim-Czichon (v. l.)

Nordenham. Seit Anfang November steht es fest. Nordenham – Geburtsort der Künstlerin Anna Emilie Clara Rogge (1866- 1959) - wird der erste Frauenort in der Wesermarsch. Die Auszeichnung, die historische Frauenpersönlichkeiten aus der Region würdigen will, erfolgte jetzt durch den Landesfrauenrat Niedersachsen. „Wir haben uns sehr über die Bewerbung gefreut“, erklärte Karin Windheim-Czichon. Die Gleichstellungsbeauftragte der Weserstadt hatte den Stein ins Rollen gebracht. Und Citymanagerin Ilona Tetzlaff war gleich Feuer und Flamme gewesen. Gemeinsam mit der Auszubildenden Annika Ahrens vom Nordenham Marketing & Touristik (NMT) und vielen anderen Mitstreitern hatte sie lange recherchiert, um das Projekt auf den Weg bringen zu können. Neben dem regulären Bewerbungsverfahren galt es unter anderem, sich vom Bundesamt in Berlin bestätigen zu lassen, dass keine Nachweise über eventuelle nationalsozialistische Aktivitäten von Emy Rogge vorliegen. Aber wer war der diese Künstlerin aus Nordenham überhaupt, die der Nachwelt zahlreiche Landschaftsbilder, Stillleben und auch einige Portraits hinterlassen hat? Manchen ist ihr Name vielleicht vom gleichnamigen Service-Club in der Weserstadt geläufig. Die Nordenhamerin erblickte am 4. Juli 1866 im Stadtteil Schweewarden das Licht der Welt. Die Mutter erkannte schon sehr früh das  Talent ihrer Tochter und förderte es dementsprechend. Den damaligen gesellschaftlichen Konventionen zufolge hätte Emy Rogge als Erwachsene eigentlich Hausfrau und Mutter werden müssen. Aber die junge Frau entschied sich anders und strebte eine berufliche Existenz als Künstlerin an. Ihr beruflicher Werdegang führte sie unter anderem nach Münster, Dresden und Berlin. 1922 erfolgte der Umzug in den Künstlerort Worpswede. Hier lebte sie als Künstlerin bis zu ihrem Tod. Emy Rogge gehörte übrigens zu den Gründungsmitgliedern des Oldenburger Künstlerbundes.

Zahlreiche Aktionen sind
in Vorberitung
Auch Ursula Bernhold, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wesermarsch, weiß die Auszeichnung Nordenhams als Frauenort zu würdigen. „Es ist wichtig, Frauen sichtbar zu machen“, erläuterte sie. „Aus ihrer Geschichte lässt sich viel lernen.“ Groß auch die Freude beim Bürgermeister, der sogar mit Bildern von Emy Rogge im Haushalt seiner Eltern aufgewachsen ist. Carsten Seyfarth überlegt schon jetzt, zukünftig eine Straße nach der Künstlerin zu benennen. Und NMT plant unter anderem einen Stadtrundgang auf den Spuren der emanzipierten Frau. Darüber hinaus sollen weitere Programmpunkte in einem Arbeitskreis mit dem Nordenhamer Kunstverein, dem Museum, den Lions-Frauen und anderen Kooperationspartnern erarbeitet werden. Gedruckt werden auch ein eigener Flyer und eine Postkarte mit einem Emy-Rogge-Motiv. Die Auftaktveranstaltung wird pünktlich zum Geburtstag der Künstlerin am 4. Juli stattfinden.


Artikel vom 30.11.2018

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