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    16.12.2018 - 18:53 Uhr

  

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„Das Thema ist noch nicht zu Ende gedacht“

von Christina Hinrichs

 Kiga „Regenbogen“ in Nordenham ist seit 2004 Integrationskindergarten


 Zieht ein positives Resümee, wenn es um die Integration beeinträchtigter Kinder „ihrer“ Kiga „Regenbogen“ an der Bunzlauer Straße geht.    Bild: Hinrichs
 Nordenham. „Wir könnten noch weitaus mehr Kinder mit Beeinträchtigung aufnehmen“, so Christine Hampel, Leiterin des ev. Kindergartens „Regenbogen“ an der Bunzler Straße in Nordenham. Elke Lesemann vom Landkreis Wesermarsch, zuständig für die Vermittlung und Beratung von Eltern beeinträchtigter Kinder, hat demnach derzeit neun Kinder auf der Warteliste.  Die Platzkapazität würde ausreichen, doch der Einrichtung fehlt es an Personal, um eine zweite Integrationsgruppe zu eröffnen.
In dem seit 1972 bestehenden Kindergarten der ev. Kirchengemeinde Blexen werden derzeit 38 Kinder in Vor- und Nachmittagsgruppen betreut. In der Integrationsgruppe befinden sich 18 Kinder. „Vier von ihnen sind beeinträchtigt“, so Christine Hampel. „Derzeit sprechen wir hier über entwicklungsverzögerte Kinder, die eine spezielle Betreuung und Förderung benötigen“. In der Vergangenheit habe es allerdings auch schon Fälle schlimmerer Beeinträchtigung wie eine geistige Behinderung oder Gehörlosigkeit gegeben, die eine intensivere und aufwendigere Betreuung  nötig mache.
Drei examinierte Erzieherinnen betreuen die Kleinen, wobei eine pädagogische Fachkraft für die Kinder mit Beeinträchtigung verantwortlich ist. „Wir haben durchaus positive Erfahrungen mit dem Integrationsmodell gemacht“, resümiert die gebürtige Schleswig Holsteinerin, die die Leitung im Kiga „Regenbogen“ vor zehn Jahren übernahm. „Leistung wird gesellschaftlich gemessen“, stellt sie fest. Natürlich bleibe eine Behinderung eine Behinderung, da müsse man sich nichts vormachen. Aber das Zusammensein mit nicht beeinträchtigten Kindern wirke sich erfahrungsgemäß positiv auf alle Kinder aus.
„Für mich ist das Thema Integration allerdings noch nicht zu Ende gedacht“, so Christine Hampel. „Wenn die Kinder mit Beeinträchtigung den Kindergarten verlassen, beginnen die Probleme in der Schule, weil diese weder personell noch fachlich genügend unterstützt wird“. Ihrer Meinung nach müsse hier von Seiten der Politik dringend  nachgebessert werden. Gerade in Bezug auf die Aufstockung des Personals, „ähnlich wie in den Kindergärten“.
„Ich bin jetzt seit 30 Jahren in dem Beruf und stelle fest, dass sich vieles verändert hat. Die Qualität meiner Arbeit hat sich verschlechtert“, sagt Christine Hampel, selbst Mutter zweier erwachsener Kinder und vierfache Großmutter. „Wir sehen hier immer häufiger elementare Defizite.“ So gehöre die Sprachförderung mittlerweile genauso zum Kindergartenalltag wie das Erlernen simpler Tischmanieren oder „der Gang auf die Toilette“.  
„Es kommt nicht selten vor, dass 5-jährige noch nicht trocken sind“, sagt Christine Hampel. „Und wir erleben in unserer Arbeit, dass die Anzahl entwicklungsverzögerter Kinder wächst“.
Die Lösung beziehungsweise Verbesserung dieser Problematik sieht sie in der Verkleinerung der Kiga-Gruppen. „Drei Mitarbeiter für 15 Kinder, das würde ich mir wünschen“. Sie befürchtet Kapazitätsengpässe in der Einrichtung, weil die Eltern seit kurzem selbst entscheiden, wann ihr Kind eingeschult wird. So können keine frühzeitigen verbindlichen Zusagen für Neuanmeldungen gemacht werden. Den Eltern beeinträchtigter Kinder, egal welchen Schweregrades, rät Christine Hampel zur Beratung beim Landkreis Wesermarsch unter der Telefonnummer 04731/927 543.  
 

Artikel vom 11.05.2018

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