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 „Ein Querdenker ein Leben lang“

Von Christina Hinrichs

Der in Tossens geborene Künstler Hermann Borchers war Kunstpädagoge in Nordenham, galt als streitbarer Philosoph und  Experimentierer in verschiedenen Kunsttechniken bis hin zu Op-Art-Objekten. Bis zum 8. Februar sind einige seiner Exponate im Kunstverein zu sehen.


Dr. Peter Klan, Vorstandsmitglied des Kunstvereins in Nordenham, kannte Hermann Borchers persönlich und zeichnet für die derzeitige Ausstellung verantwortlich. Bild: Hinrichs

Nordenham. „Ein Mensch mit Ecken und Kanten, ein Querdenker ein Leben lang“,  so beschreibt Dr. Peter Klan, Vorstandsmitglied im Kunstverein Nordenham den im letzten Jahr verstorbenen Künstler Hermann Borchers, dessen Arbeiten noch bis zum 8. Februar in den Räumen an der Poststraße 4 zu sehen sind. „Hermann Borchers galt auf der einen Seite als ein freundlicher bis charmanter zugewandter Mann und Mensch und als unermüdlicher experimentierfreudiger Kunst- und Denkarbeiter, auf der anderen Seite als selbstbewusster, egozentrischer bis egomanischer, auch mal recht streitbarer, Diskussionsteilnehmer. Er war ein ebenso engagierter wie beliebter, wenn auch nicht immer bequemer Künstler“, so Klan.

Geboren und aufgewachsen in Butjadingen
Geboren und aufgewachsen 1929 in Butjadingen absolvierte er ein Studium der Pädagogik, Germanistik, Geschichte und Philosophie unter anderem in Oldenburg und Göttingen. Während seiner Schulzeit in Nordenham erhielt der junge Borchers dort Zeichenunterricht bei dem langjährigen Zeichenlehrer und Künstler Rudolf Matthis. Sicherlich ein Anstoß zu seiner eigenen künstlerischen Entwicklung, wie er selbst einmal sagte. Von 1964 bis 1986 arbeitete er als Grund- und Realschullehrer für Deutsch, Kunsterziehung und Werken in Nordenham. Mit 57 Jahren schied er aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Schuldienst aus.
In den End-70-er, Anfang-80-er Jahre engagierte sich Hermann Borchers sehr für die Innenstadtstrukturierung Nordenhams. Er beteiligte sich wesentlich an dem Erhalt der Jahnhalle, die einem Hochhaus hätte weichen sollen. 1972 war er Gründungsmitglied des Kunstvereins Nordenham, dem er über 11 Jahre im Vorstand angehörte, außerdem Mitglied des BBK-Oldenburg (Bund Bildender Künstler).
Nach dem Tod seines ehemaligen Zeichenlehrer Rudolf Matthis im Jahre 1976 war Hermann Borchers wesentlich an der Sicherung dessen künstlerischen Nachlasses beteiligt. Dieser wurde von ihm im Auftrag des Kunstvereins  buchstäblich „gerettet“ und dem Museum zugeführt. Außerdem war Hermann Borchers  in all den Jahren in der Erwachsenenbildung der Volkshochschule tätig.

Von verschiedenen Kunstrichtungen beeinflusst
Künstlerisch beschäftige sich Borchers ab Ende der 60-er Jahre mit Op-Art-Techniken wie Interferenzkinetik bzw. Grafik, Spiegel- und Strömungsstrukturen, Malerei und Fotografie. Installationen, Klang- Performances, Lichtobjekte  und Plastiken ergänzten die Bandbreite seines Schaffens.  Zu den Höhepunkten seiner künstlerischen Karriere gehörte sicherlich die Teilnahme an der Internationalen 35. Biennale in Venedig 1970. Dort bestückte er mit 10 seiner interferenzkinetischen Arbeiten die Hälfte des deutschen Pavillons. An unzähligen  weiteren Ausstellungen nahm er im Laufe seines Lebens teil – sowohl in der Region als auch in Köln, Düsseldorf und München, um nur wenige zu nennen.
Auf der kürzlich im Kunstverein eröffneten Ausstellung kamen bereits viele Weg- und Zeitgenossen vorbei. Dr. Peter Klan, der ihn persönlich kannte und für die derzeitig dort gezeigte Präsentation verantwortlich zeichnet, sagts: „Von manchen Schülern wurde er als sehr flexibel, individuell auf den Einzelnen eingehend, positiv und offen für alle Möglichkeiten gesehen. Er war so bei den meisten sehr beliebt, und hat sich für sie wie auch für sein Lebensumfeld kreativ und kritisch eingesetzt“.
Die Verkaufsausstellung zum 90. Geburtstag des Künstlers ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.


Artikel vom 25.01.2019

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