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 Zugvogeltage feiern Jubiläum

 Vom 13. bis 21. Oktober den Vogelzug an der Nordseeküste beobachten


Zu den 10. Zugvogeltagen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer kommt die Pfuhlschnepfe, der „Logo-Vogel“ der Veranstaltungsreihe, auf den Plakaten und Titelseiten der Programmhefte besonders zur Geltung – und natürlich auch bei vielen Vorträgen.Bild: Simonas Minkevicius, dreamstime.com

Region. „In nur wenigen Jahren haben sich die Zugvogeltage zu einer eigenen kleinen Jahreszeit bei uns an der Küste entwickelt und sind überregional zu einem Begriff für nachhaltiges Naturerleben geworden“, resümiert Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer kürzlich bei der Vorstellung des diesjährigen Zugvogeltage-Programms.
2008 entstand die Idee, die eigene Begeisterung für Zugvögel und den erlebbaren Vogelzug an der Küste mit vielen Menschen zu teilen – mit Erfolg, wie Südbeck rückblickend feststellt: „Das Pro gramm der 1. Zugvogeltage 2009 umfasste schon über 100 Angebote von etwa 30 Veranstaltern und begeisterte mehr als 2000 Besucher. Inzwischen sind es fast 70 Veranstalter, die das Programm mit annähernd 300 Angeboten füllen.“ Von 2008 bis 2017 haben rund 100000 Besucherinnen und Besucher an dem vielfältigen Veranstaltungsprogramm der Zugvogeltage teilgenommen. Den Organisatoren der Zugvogeltage geht es aber nicht in erster Linie darum, möglichst viele Menschen an die Küste zu locken, sondern denjenigen, die hier wohnen und Urlaub machen, die Einzigartigkeit und Schutzwürdigkeit der Wattenmeer-Region deutlich zu machen. Dazu passt gut, dass das Wattenmeer 2009 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt wurde. Ein Kriterium dafür war seine Bedeutung für den Ostatlantischen Zugweg – das zentrale Thema der Zugvogeltage.
Um diese Route des Vogelzugs, die sich von Sibirien und Grönland im hohen Norden bis nach Westafrika im Süden erstreckt, zu veranschaulichen, steht bei den Zugvogeltagen in jedem Jahr ein anderes Land auf dem Zugweg im Fokus. Zum diesjährigen Jubiläum konnte Guinea-Bissau als Partnerland gewonnen werden. 
Im Jubiläumsprogramm locken in diesem Jahr viele Veranstalter mit exotisch anmutenden Vortragsthemen und Bildpräsentationen oder sogar westafrikanisch inspirierten Menüs. In Wilhelmshaven kann man sogar selbst guinea-bissauisch kochen (und essen): Die Volkshochschule bietet dort am 13. Oktober zusammen mit der Associação Guinéense de Bremen AGB die Möglichkeit, beim landestypischen Kochen mit Guinea-Bissauern und beim gemeinsamen Essen etwas über das Partnerland der 10. Zugvogeltage und seine Einwohner zu erfahren, wobei natürlich auch die Pfuhlschnepfe zur Sprache kommt.
Darüber hinaus wurde im Frühjahr der Fotowettbewerb w„Kalenderbirds“ unter dem Thema „Zugvögel im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zu allen Jahreszeiten“ veranstaltet. Aus über 400 Einsendungen wurden 39 von einer Fachjury ausgewählte Fotografien auf Facebook vorgestellt. Die Community stimmte dann durch ihre vergebenen „Likes“ über Kalenderblätter und das Titelblatt ab. Als Ergebnis wird am 7. Oktober der allererste Zugvogeltage-Kalender auf der Vernissage der dazugehörigen Ausstellung im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum in Cuxhaven öffentlich präsentiert. Ein Euro aus dem Verkauf jedes Kalenders dient der Unterstützung von Projekten zum Schutz der Zugvögel in den afrikanischen Ländern des Vogelzugs.
Das Programm ist online unter www.zugvogeltage.de/veranstaltungen zu finden, die gedruckte Version – ein Programmheft für jede der Ostfriesischen Inseln und für drei Regionen am Festland – ist kostenlos in den Nationalpark-Informationseinrichtungen und vielen Tourist-Infos erhältlich.


Artikel vom 05.10.2018

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