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    17.11.2018 - 18:27 Uhr

  

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 Schritt für Schritt durchs Ziel

Von Isabel Stübben

 Vor sieben Jahren saß der übergewichtige Jan Knutzen abends vor dem Fernseher und fasste einen Entschluss. Er wollte etwas ändern - und lief los.


Marathonläufer Jan Knutzen wohnt mittlerweile in Varel.

Oldenbrok/Varel. „Ich habe mich einfach extrem unwohl gefühlt und wusste ganz genau, dass ich etwas an mir tun muss“, erinnert sich Jan Knutzen an seine lebensverändernde Entscheidung, die er 2011 getroffen hat. An jenem Abend überkam es den jungen Mann, der seit Längerem mit Übergewicht zu kämpfen hatte. Er nahm einen Kampf auf, den er bis dato noch nie angetreten hatte. Pizza. Fast Food. All das ungesunde Zeug stand bei ihm jahrelang auf der Speisekarte. Heute ist das kaum mehr vorstellbar. Aber hinter dem damals fast 100 Kilogramm schweren Lauf-Anfänger liegt ein harter Weg.
Schon nach wenigen hundert Metern kam der damals 22-Jährige schon ganz schön aus der Puste. Ganz bewusst startete er abends im Dunkeln seinen ersten Lauf. Er wollte nicht, dass ihn jemand sieht. Doch Aufgeben war für den Laufanfänger keine Option. Die ersten Kilometer waren schon nach kurzer Zeit geschafft und auch die Pfunde purzelten. Kein Wunder, dass Jan Knutzen vom Ehrgeiz gepackt wurde und top motiviert immer längere Strecken in Angriff nahm. Im Jahr 2012 ist er aktiv bei dem Lauftreff „Lauffeuer Brake“ gelaufen.  Drei Jahre später wurde Kai Spieler von der SG akquinet Lemwerder auf ihn aufmerksam, der erst sein Coach und später sein Berater wurde. Kai Spieler, schon längst in der Laufszene bekannt, betreut den disziplinierten Läufer intensiv von Anfang an. Doch als Anfänger kann man Jan Knutzen, der früh seinem ersten Marathon entgegenläuft, schon damals kaum noch bezeichnen. Er hatte sich sein Ziel gesetzt. 
„Man muss Ehrgeiz und Disziplin haben und natürlich fleißig sein“, verrät der erfolgreiche Sportler, der nach einem Trainingslager den ersten Marathon im Jahr 2013 in Hamburg gelaufen ist. Der erste Marathon sei etwas ganz Besonderes. Viele weitere folgen noch. Er ist längst kein klassischer Hobbysportler mehr, sondern nimmt die Sache sehr ernst.

„Dabei sein“ ist nicht
mehr alles
Der Läufer, der in Oldenbrok PDFaufgewachsen ist, hat sich den Sport zur inneren Aufgabe gemacht. Es geht hierbei nicht mehr darum, einfach nur dabei zu sein. Jan Knutzen steht in Niedersachsen Platz auf vier auf der Rangliste - deutschlandweit ist er aktuell auf dem 21. Platz notiert. Wie weit es für den 29-Jährigen noch nach oben geht, will er selbstverständlich wissen und sucht seine Grenzen. Jan Knutzen läuft täglich. Mal sind es zwölf Kilometer, mal legt er einen Trainingsmarathon mit den vollen 42 Kilometern zurück. Das Training wird auch in seinem Urlaub zeitlich eingeplant. Im Ausland findet der talentierte Läufer schöne Strecken, auf denen er seine Kilometer herunterspult. Um die 160 Kilometer legt er in der Vorbereitung auf den Straßen in Friesland und der Wesermarsch zurück. Dabei analysiert er seinen Körper vorher und nachher ganz genau. „Man muss natürlich immer auf seinen Körper hören. Es gibt gute und weniger gute Tage. Meistens kann ich schon vorher ganz genau sagen, welche Zeit ich laufen werde“, erzählt er. Das ist auch der Grund, warum der leidenschaftliche Sportler in Bremen ankündigte, dass er in einer Zeit unter zweieinhalb Stunden durchs Ziel laufen werde. Und das hielt der junge Mann auch ein.

Sieg in Rekordzeit beim SWB Marathon in Bremen
Mit einem Renngewicht von  66 Kilo ging Jan Knutzen Anfang Oktober in Bremen an den Start. Sein Ziel: Die Strecke von 42.195 Metern unter 2:30 Stunden zu laufen. Das ist in Bremen schon seit sechs Jahren nicht mehr der Fall gewesen. Gesagt, getan! Mit einer sensationellen Zeit von 02:27:02 Stunden lief er über die Ziellinie. Erschöpft, aber überglücklich hob er seine Hände, wissend, dass ihm hier ein wirklich herausragendes Ergebnis gelungen war. Seit Jahrzehnten hatte es in Bremen keine solche Zeit gegeben.
Doch auf diesen Erfolg wird er sich nicht ausruhen. Die nächsten Ziele sind gesetzt. „Vielleicht schaffe ich eines Tages ja auch mal 2:20 Stunden,“ sagt Jan Knutzen, der seine bisherige Bestzeit von 2:25:36 Stunden im Frühjahr beim Marathon in Düsseldorf gelaufen ist. Eines ist sicher: Der Oldenbroker wird weiterlaufen, denn sein Weg ist noch nicht zu Ende


Artikel vom 19.10.2018

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