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    16.12.2018 - 18:48 Uhr

  

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 Alltagshelden mit Herz in Jaderberg

Von Isabel Stübben

 Ersthelfer versorgen jederzeit die medizinischen Notfälle


Auch beruflich ein Helfer. Christian Sziedat ist stellvertretende Pflegedienstleitung der Jaderpflege.

Jaderberg. „Wenn mein Pieper jetzt ertönt, würde ich alles stehen und liegen lassen und rennen, was das Zeug hält“, sagt Christian Sziedat und er hätte einen guten Grund, das Gespräch direkt abzubrechen. Der 30-jährige ist ehrenamtlich tätig. Er versorgt Notfallpatienten aus Jaderberg und Umgebung medizinisch - und hilft somit oft, Leben zu retten.
Christian Sziedat ist seit vielen Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, die im Jahr 2005 die Einrichtung „First Responder“ (zu deutsch Ersthelfer) ins Leben gerufen hat. Grund dafür war damals eine Spende für die ortsansässigen Feuerwehrmänner. Ein Defibrillator wurde den Ehrenamtlichen zur Verfügung gestellt. Die Basis war gelegt und die Idee der „First Responder“ war geboren. Eine Institution, die in der Wesermarsch und Umgebung bis heute einmalig ist.
Christian Sziedat, der selbst Gründungsmitglied ist, weiß, dass es in ländlichen Gebieten wie Jaderberg mitunter länger dauern kann, bis der Rettungswagen am Einsatzort eintrifft. Oftmals geht es bei den Patienten um wenige Minuten, die über Leben und Tod entscheiden. Und genau hier beginnt auch die Aufgabe der Helfer: die Erstversorgung von Notfallpatienten.
Die Grundausbildung beinhaltet einen Sanitätshelferlehrgang, für den sich die 20 Freiwilligen monatelang unterrichten ließen. Welch ein Glück, dass Uwe Nethke, Mitglied der Feuerwehr und Lehrrettungsassistent, die angehenden Ersthelfer freiwillig unterrichtet hat.
Selbst ein Einsatzfahrzeug ist vorhanden und 24 Stunden, 7 Tage die Woche, von mindestens einer Person besetzt. Verbandsmaterial, Absauggerät, Defibrillator - Das Fahrzeug ist ausgesprochen gut ausgerüstet. Die  Einrichtung lebt von Spenden. Die Jaderberger wissen, was sie an der engagierten Truppe, die motiviert und mit ganz viel Herz an die Aufgabe herangeht, haben.
„Es kann auch schon einmal passieren, dass bis zu zehn Ersthelfer innerhalb weniger Minuten vor Ort sind. Dann wird natürlich koordiniert und zwei bis drei Leute bleiben dann so lange, bis der Rettungsdienst eintrifft“, erzählt das Mitglied.
Seit Jahren arbeiten die „First Responder“ sehr eng und gut mit dem Rettungsdienst zusammen und werden von der Großleitstelle Oldenburg bei Notfällen im Umkreis von sieben Kilometern alarmiert. Im vergangenen Jahr hat der Pieper von Christian Sziedat ungefähr 100 Mal Alarm geschlagen.
Er erinnert sich an einen Fall, der circa fünf Jahre zurückliegt ganz besonders gerne zurück:
Eine Frau hatte eine Sturzgeburt. Da konnte selbst der flinke Helfer, der als Erster vor Ort war, nicht schnell genug sein. „Der Vater hat mir die Tür aufgemacht und ich sah nur einen Berg von Decken, die er trug. Darin war das Neugeborene eingewickelt, womit ich gar nicht gerechnet hatte. Aber es ging allen gut. Nachdem ich mich versichert habe, dass das Baby atmet, merkte ich, wie mein Adrenalinspiegel sank und ich einfach nur glücklich war. Noch heute sehe ich das Kind oft, wenn es in den Kindergarten gebracht wird“, sagt Christian, der selbst in vier Wochen zum ersten Mal Vater wird.
Ein weiterer Notfall, von dem der Jaderberger gerne erzählt, handelt von einer älteren Dame, die vor ein paar Jahren einen Herzinfakt erlitt. Auch hier eilte der First „Responder“ direkt zur Hilfe und hat über mehrere Minuten die Frau reanimiert. Dies gelang ihm auch und die Frau konnte danach im Krankenwagen weiterhin medizinisch versorgt werden. Monate später kam sie zu den Ersthelfern und bedankte sich mit Tränen in den Augen.
Gerade solche Fälle sind der Grund, warum diese Organisation seit nunmehr 13 Jahren existiert und die Jaderberger sich im Notfall auf die fleißigen Helfer, die ganz oft Helden sind, jederzeit verlassen können.


Artikel vom 02.10.2018

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