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 Vision von der „Fairtrade Region Nordwest“ lebt

 Von Martin Bolte

 Brake seit 2015 zertifiziert – Verstärktes Interesse benachbarter Kommunen


 Brakes Bürgermeister Michael Kurz bei der Fairtrade-Ausstellung in der Kreisstadt im Jahr 2015. Mit im Bild: Die damalige Leiterin des BrakeVereins, Tina Wulf, die ebenfalls großen Anteil an der erfolgreichen Fairtrade-Zertifizierung Brakes hatte.    Archivbild: Bolte
Brake/Region. Gut zwei Jahre ist es her, dass Brake offiziell als „Fairtrade Town“ zertifiziert wurde. Einer der handelnden Akteure von damals füllt auch heute noch die lokale Initiative der internationalen Kampagne mit Leben: Brakes Bürgermeister Michael Kurz. Unterstützt wird er von der Stadtverwaltung ebenso wie vom hiesigen Kooperationspartner, dem Brake­Verein. „Wir müssen die Bevölkerung für das Thema ´Fairtrade´ sensibilisieren und sind diejenigen, die Impulse und Denkanstöße geben müssen“, ist Michael Kurz nach wie vor Feuer und Flamme für das Projekt und nimmt dementsprechend sich und seine Mitstreiter in die Pflicht. „Die Stärkung der Regionalität ist priorisierend“, stellt er unmissverständlich klar. Der Begriff Fair­trade kennzeichne nicht nur einen fairen Handel mit Ländern aus anderen Teilen der Welt, sondern beinhalte eben auch ein hohes Maß an Regionalität, so Kurz. Lebensmittel, die auf dem Weg zum Endverbraucher durch die gesamte Republik gefahren werden, seien ein unliebsames Phänomen der Gegenwart, dem es entgegenzusteuern gelte. Vieles von dem, was heutzutage logistisch vom Süden, Westen oder Osten über das Schienen-, Wasser- und Straßennetz in den Norden Deutschlands transportiert werde, könne ebenso von hiesigen Produzenten bezogen werden. Diese Ressourcen müssten zukünftig noch stärker genutzt werden, fordert Kurz.
Auf einem guten Weg sieht er sich dabei in der Zusammenarbeit mit weiteren ausgewiesenen Fair­trade-Kommunen diesseits und jenseits der Weser. Durch die Zusammenarbeit der Bündnispartner sei ein Netzwerk entstanden, in dem alle Teilnehmer voneinander profitieren. Zudem signalisieren innerhalb des Landkreises die Gemeinden Stadland und Lemwerder sowie die Stadt Elsfleth verstärkt Interesse an lokalen Fairtrade-Aktivitäten. Am Ende der Entwicklung könnte eine ganze „Fairtrade Region Nordwest“ stehen, skizziert Kurz seine Vision des fairen Handels. Eine Vision, bei der sich Kommunen gemeinschaftlich positionieren und von den aktiv (vor)gelebten Alleinstellungsmerkmalen – Fair­trade und Regionalität – in vielerlei Hinsicht profitieren würden. Ein hohes Maß an nationaler und internationaler Popularität, erhöhte Lebensqualität insbesondere für Familien, ein Zuwachs an Arbeitsplätzen sowie gesteigerte Übernachtungszahlen im Tourismus sind nur einige Schlagworte, die im Zuge einer Fair­trade Region erreichbar wären.
Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, dessen ist sich Michael Kurz bewusst, und so warnt er trotz aller Euphorie und innovativen Ideen davor, zu schnell zu viel zu wollen: „Nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch machbar!“

Zu hohe Hürden
für Fairtrade-Schule
Ebenso sieht es Uwe Schubert, der als Fachdienstleiter der Inneren Verwaltung für die Stadt Brake federführend an den Fairtade-Aktivitäten mitwirkt. Er selbst hätte sich eine Fairtrade-Schule in Brake gewünscht, so Schubert, und Interesse sei auch vonseiten einer Grundschule vorhanden gewesen. Die bürokratischen Hürden hätten sich jedoch für besagte Grundschule als zu hoch erwiesen. Den Mut verlieren dürfe man dadurch aber nicht, denn es gibt viele Dinge, mit denen man im Alltag den Fairtrade-Gedanken fördern und leben kann – und das häufig schon mit lediglich geringem Aufwand. „Man kann einiges machen, es muss nur im Rahmen der Möglichkeiten bleiben“, so Schubert. Melkhüs und Milchtankstellen seien lokale Erfolgsgaranten, die dokumentieren, wie eine Region Besonderheiten schafft, die von Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen angenommen werden. Und diese Beispiele zeigen auch: „Der Verbraucher will Regionalität und sucht sich bewusst diese Wege“, ist Schubert überzeugt.

Fairer Handel in Brake:
Aktivitäten 2018
Nun haben die Verantwortlichen der Stadt und des Brake­Vereins einige der diesjährigen Aktionen der Fair­trade-Kampagne vorgestellt. Und auch, wenn das Jahresprogamm noch längst nicht bis ins letzte Detail durchgeplant ist, wird deutlich: Neben bewährten Events wie dem fairen Bürgerfrühstück an der Braker Kaje oder einer Themenwoche mit unterschiedlichsten Veranstaltungen im September, sollen 2018 neue Akzente gesetzt werden.
Seine Premiere feiert der 1. Braker Fair- und Regionalmarkt an der Kaje am Sonntag, 29. April von 10 bis 18 Uhr. „Gruppen und Initiativen, die sich der Zielsetzung Fairtrade verschrieben haben, können sich mit einem Stand beteiligen“, ruft Michael Kurz alle Interessierten zur Teilnahme auf. Auch besteht für die kooperierenden Kommunen die Gelegenheit, ihre Aktivitäten vorzustellen. Bewerbungen nimmt der BrakeVerein bis zum 15. Februar entgegen. „Die Teilnahme ist offen für alle Produkte aus der Region wie Lebensmittel, Textilwaren und Handwerkskunst, um das breite Spektrum regionaler Produkte aufzuzeigen“, betont Kurz. Neben Selbstvermarktern können sich auch Anbieter bewerben, die mit regionalen Produkten handeln. Ergänzt werden soll der Markt durch ein Rahmenprogramm.

Kindertheater zur Thematik
Als nächste große Aktion schließt sich im Mai ein Kindertheater an. Für eine ganze ­Woche kommt das „Wittener Kinder- und Jugendtheater“ in die Region. Die Nachwuchsdarsteller werden in ihrem Stück „alle satt“ kritisch ihre Sicht auf fairen Handel, Ernährung und Nachhaltigkeit aufzeigen. In Brake ist eine Aufführung für den 17. Mai im BBZ vorgesehen. Als Zuschauer sind alle 110 Viertklässler der Braker Grundschulen geladen, für die das Thema altersgerecht und transparent aufbereitet wird. Der Eintritt für die Schüler ist frei. Weitere Aufführungen finden unter anderem in Lemwerder und Bremerhaven statt.  

Bewerbung für den
NordWest-Award
„Neben den eigenen Aktivitäten wird sich Brake auch intensiv in die Kooperation der ´Fairtrade­ Region Unterweser´ einbringen und diese interkommunale Kooperation unterstützen“, fügt der Bürgermeister abschließend hinzu. Mit dieser Zusammenarbeit habe man sich zudem um den NordWest-Award beworben, der von der Metropolregion ausgeschrieben wurde.

Kontakt
Ansprechpartner für die Fair­trade-Aktivitäten in Brake sind die Mitarbeiter des BrakeVereins im Infopavillon an der Kaje, Telefon 04401-19433, sowie Uwe Schubert im Rathaus am Schrabberdeich, 04401-102203.

Artikel vom 12.01.2018

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