Werbung im Wesermarsch am Sonntag: Preisliste · Kleinanzeigen Rund um Ihre Zustellung · Kontakt · Impressum
    22.04.2018 - 14:33 Uhr

  

 Brake/Wesermarsch. Einigkeit herrscht zwischen der stellvertretenden Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Wesermarsch, Stefanie Seyfarth, und dem Verantwortlichen für die Berufs- und...

weiterlesen...

 
 Langwarden. Im vergangenen Jahr jährte sich die Weihnachtsflut von 1717 zum dreihundertsten Mal. Das Ereignis war für die Akademie Dangast - Kunst & Natur e.V. Anlass, die Initiative für eine...

weiterlesen...

 
Share |

 Bürgermeister will „Baumfrevel“ nicht länger hinnehmen

Von Martin Bolte

 Dialog und Sensibilisierung fürs Thema sind das Ziel – Aber: Strafen möglich!


 Im Bild: Eine Hainbuche, an der das Ausmaß von unprofessionellem, illegalem Baumschnitt deutlich sichtbar ist.   Bild: Bauhof Brake
 Brake. Illegaler Baumschnitt sei kein Kavaliersdelikt und „diesen Baumfrevel werden wir nicht länger hinnehmen“. Mit dieser Deutlichkeit macht Brakes Bürgermeister Michael Kurz auf ein Problem in der Kreisstadt aufmerksam, welches in den vergangenen Wochen wieder zu beobachten war. Besagter Baumfrevel, bei dem es sich um die unerlaubte absichtliche Beschädigung oder gar Fällung von Bäumen handelt, stelle letztlich die „Sachbeschädigung fremden  Eigentums und somit einen Straftatbestand dar“, sagt Kurz und warnt vor Strafen: „Wenn das so weitergeht, werden wir das zur Anzeige bringen und Regressansprüche stellen.“ Und dabei könne es sich um Schadenersatzforderungen im vier- bis fünfstelligen Bereich handeln, deutet er an.
Doch so weit möchte Kurz es gar nicht kommen lassen. Vielmehr gehe es ihm darum vorzubeugen, „die Bürger für das Thema zu sensibilisieren“ und den Dialog zum einzelnen zu suchen. Der Bürgermeister macht aber zugleich klar: Die Verwaltung ändert jetzt ihre Gangart in Sachen illegaler Baumschnitt. Hatte man in der Vergangenheit noch das eine oder andere Mal Gnade vor Recht ergehen lassen, so werde sich dieses nach Ausschöpfung aller Kommunikationsmöglichkeiten zukünftig ändern: „Unbelehrbare werden die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen“, demonstriert der Verwaltungschef Entschlossenheit.  
1.950 Einzelbäume (Stand 2016, Wälder ausgenommen) befinden sich nach Angaben von Bauhofleiter Michel Czerny in Brake. Immer wieder komme es im gesamten Stadtgebiet bei einer nicht geringen Zahl an Bäumen zum illegalen Baumschnitt. Die unerlaubte Eigeninitiative der Bürger bedeute jedoch oftmals auf lange Sicht „das Todesurteil für den betroffenen Baum“, klagt Czerny. Denn: Viele der von Privatpersonen vorgenommenen Baumschnitte werden unprofessionell ausgeführt. Die Folge: Es entstehen Wundstellen, an denen sich Pilze bilden und Parasiten eindringen können. „Von diesen offenen Wunden können sich die geschädigten Bäume nie wieder erholen“, ärgert sich Czerny.  Gleichzeitig will der Bauhofleiter, der das Amt im November vergangenen Jahres übernahm, das gleichgültige Verhalten mancher Bürger nicht länger hinnehmen und zieht mit dem Bürgermeister an einem Strang – zum Wohle der Braker Bäume. Das Gesetz haben Kurz und Czerny dabei auf ihrer Seite: Bäume, die auf städtischem Grund stehen, sind Eigentum der Stadt. Somit ist die Pflege dieser Bäume, wozu der Baumschnitt zählt, „ausschließlich Aufgabe der Stadt und daher den Mitarbeitern des Bauhofes vorbehalten“, stellt der Bürgermeister klar.
Einige Schnitte seien gut gemeint, aber laienhaft ausgeführt, beschreibt derweil der Bauhofleiter seine Beobachtungen – andere Schnitte einfach nur stümperhaft. In den wenigsten Fällen handele es sich um vorbildlich ausgeführte Schnitte. Doch selbst professionelle Arbeiten müssten im Vorfeld mit dem Bauhof unter Telefon 04401-977920 abgeklärt werden, betont Czerny.
Die Beweggründe, wieso einzelne Bürger selbst Hand anlegen, sind wiederum unterschiedlicher Natur. Einige wollen die Arbeiten sofort ausgeführt haben und „nicht auf uns warten“, vermutet Czerny. Andere klagen über den Schatten, den städtische Bäume auf ihr Grundstück werfen. Gleichwohl wüssten sie aber, dass der individuelle Wunsch nach uneingeschränkter Sonneneinstrahlung womöglich kein ausreichender Grund für einen tiefgreifenden Baumbeschnitt darstelle. Also werde in Eigenregie geschnitten – verbunden mit der Hoffnung, dass die Stadt dieses nicht merke. „Es sind schon Bäume gefällt, alle Reste entfernt und  die Böden anschließend mit Bodendecker bedeckt worden, so als habe an Ort und Stelle niemals ein Baum gestanden“, erzählt Czerny und mahnt vor Naivität: „Uns entgehen solche Vergehen nicht, jeder von der Stadt gepflanzte Baum ist in unseren Unterlagen erfasst“. Gleichzeitig stellt er klar: „Wir nehmen nur Bäume weg, die auch wirklich gefährdet sind. Und wir haben einen Plan, welcher Baum wie weit und wann zurückzuschneiden ist!“
Zustimmung zur Vorgehensweise des Bauhofes kommt vom  Bürgermeister: „Bäume haben eine ökologische Funktion und die brauchen wir dringend in unserer Natur und unserer Stadt.“

Artikel vom 13.04.2018




» Leserbrief zu diesem Artikel schreiben
« zurück zur Übersicht

E-PAPER


Aktuelle Ausgabe vom 22.04.2018


Ausgabe lesen


» E-Paper Archiv

BEILAGEN


 


 

WETTER




SITEMAP


Startseite
Nachrichten
Lokales  
Kulturelles  
Titelstory  
Kleinanzeigen
Kleinanzeige aufgeben  
Kontakt
Geschäftsführung  
Anzeigenabteilung  
Redaktion  
Verlagssekreteriat / Kleinanzeigen  
Vertrieb  
Online Medien
E-Paper  
E-Paper Archiv  
Mediadaten
Preisliste  
Technische Angaben  
AGB  
Verbreitungsgebiet  
Zustellung
Austrägerbewerbung  
Zustellreklamationen  
Impressum

PARTNERVERLAGE

Hunte Report Oldenburg   SonntagsZeitung   DasBLV
Cloppenburger Wochenblatt   Sonntagsblatt Vechta   SonntagsReport

 

 
Sonntagszeitung Wesermarsch Verlagsgesellschaft mbH · Breite Straße 26 · 26919 Brake · Tel. (04401) 93750 · info@wesermarsch-am-sonntag.de                                    · Impressum