Werbung im Wesermarsch am Sonntag: Preisliste · Kleinanzeigen Rund um Ihre Zustellung · Kontakt · Impressum
    20.06.2013 - 00:52 Uhr

  

Einswarden. Beim ältesten Haus in Einswarden unter der hundertjährigen Linde findet am kommenden Sonnabend, 15. Juni, das erste Lindenblütenfest statt. Auf dem Hof von Albrecht und...

weiterlesen...

 
Elsfleth. Über viele Jahrhunderte wurden Schiffe und Boote aus Holz hergestellt. Erst vor rund 200 Jahren begannen Eisen und Stahl sich in den Vordergrund zu drängen. Vor fünf...

weiterlesen...

 
Share |

Lebensgrundlage wird gestohlen

Von Martin Ohm

Ausländische Investoren kaufen Landflächen, um ihre Ernährungssituation zu sichern, Biokraftstoffe zu produzieren oder mit dem Land zu spekulieren.


Peter Dirichs und Jochen Dudeck haben die Ausstellung nach Nordenham geholt. Bild: Ohm

Nordenham. Es klingt nach Problemen in fernen Ländern, wenn am kommenden Freitag, 1. Februar, die Ausstellung „Landraub – Profit. Macht. Hunger.“ in der Nordenhamer Stadtbibliothek eröffnet wird. Erstellt wurde die Ausstellung vom Verband für Entwicklungspolitik Niedersachen (VEN), nach Nordenham hat sie der Verein Eine-Welt-Nordenham gebracht. In einem Pressegespräch stellten die Vereinsmitglieder Peter Dirichs und Jochen Dudeck die Verbindung zum Verbraucher in Niedersachsen her und welche Möglichkeiten jeder hat, um gegen die Ungerechtigkeiten in Entwicklungsländern vorzugehen.

Gestiegene Nahrungsmittelpreise, die Produktion von Biotreibstoffen, erhöhter Futtermittelbedarf durch zunehmenden Fleischkonsum – dies alles hat laut VEN zu einem „Run auf Ackerboden“ geführt. Ausländische Investoren oder Regierungen kaufen oder pachten in Entwicklungsländern Ackerflächen, gerne auch als Spekulationsobjekt. Laut einer Studie der Weltbank waren es 2009 45 Millionen Hektar. „Die Bauern werden von ihren Feldern getrieben“, sagt Peter Dirichs. „Sie bekommen zwar ein wenig Geld, verlieren aber ihre Lebensgrundlage, verarmen, hungern.“ „Dabei leben dreiviertel der weltweit hungernden Menschen in landwirtschaftlichen Gebieten. Trotzdem hungern sie. Diese Menschen leben in Staaten, die nicht von den Steuern ihrer Bürger leben, sondern vom Rohstoffverkauf. Und in diesem Fall ist der Rohstoff eben Land“, meint Jochen Dudeck.

Die Ausstellung vermittelt anhand von Bild, Text und Filmmaterial die komplexen Zusammenhänge zum Thema Landraub. Es gibt aber auch Lösungsvorschläge und Handlungsmöglichkeiten, was der einzelne Bürger gegen die Ausbeutung der Entwicklungsländer machen kann. Jochen Dudeck nennt einfache Beispiele: „Der mündige Verbraucher muss bereit sein, mehr für sein Essen zu bezahlen. Fleisch aus biologischer Produktion hat nun einmal seinen Preis.“

Weitere Maßnahmen sind: Weniger Auto fahren und die Einhaltung der Menschenrechte bei der Geldanlage. „Man sollte sich bei seiner Bank genau informieren, wo das eigene Geld angelegt wird“, so Dudeck.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei zu sehen und für Einzelpersonen genauso geeignet wie für Schulklassen. Am 13. Februar können noch Führungen angeboten werden – Interessierte können sich mit dem Leiter der Stadtbücherei, Jochen Dudeck, Telefonnummer 04731/ 923210, in Verbindung setzen. Einen Einführungsvortrag hält am Mittwoch, 6. Februar, um 19 Uhr Uwe Becker von Brot für die Welt.


Artikel vom 10.04.2012




» Leserbrief zu diesem Artikel schreiben
« zurück zur Übersicht

E-PAPER


Aktuelle Ausgabe vom 16.06.2013


Ausgabe lesen


» E-Paper Archiv

BEILAGEN


WETTER




SITEMAP


Startseite
Nachrichten
Lokales  
Kulturelles  
Titelstory  
Kleinanzeigen
Kleinanzeige aufgeben  
Kontakt
Geschäftsführung  
Anzeigenabteilung  
Redaktion  
Verlagssekreteriat / Kleinanzeigen  
Vertrieb  
Online Medien
Tipps und Termine  
E-Paper  
E-Paper Archiv  
Mediadaten
Preisliste  
Technische Angaben  
AGB  
Verbreitungsgebiet  
Zustellung
Austrägerbewerbung  
Zustellreklamationen  
Impressum

PARTNERVERLAGE

Hunte Report Oldenburg   SonntagsZeitung   SonntagsReport
Cloppenburger Wochenblatt   Sonntagsblatt Vechta   DasBLV

 

 
Sonntagszeitung Wesermarsch Verlagsgesellschaft mbH · Hafenstraße 2 · 26919 Brake · Tel. (04401) 93750 · info@wesermarsch-am-sonntag.de                                    · Impressum