Werbung im Wesermarsch am Sonntag: Preisliste · Kleinanzeigen Rund um Ihre Zustellung · Kontakt · Impressum
    22.05.2013 - 20:44 Uhr

  

Absersiel. Die Sonne ließ sich kurz blicken, als das Schiffführer-Team und Ute Nordhausen von der Touristikinformation das neue Programm des Dielenschiffs Hanni vorstellten. Und diese...

weiterlesen...

 
Die beliebte Landpartie „Garten & Ambiente“ im Nordenhamer Friedeburgpark wird am ersten Juni-Wochenende, 1. und 2. Juni, bereits zum zehnten Mal veranstaltet. Angefangen habe man 2004...

weiterlesen...

 
Share |

Erst verbrannt, dann getötet

Von Martin Ohm

Die drei vorgestellten Schriftsteller sind heute weniger bekannt, waren zu ihrer Zeit aber Vordenker mit Renommee.


Nordenham. 80 Jahre liegt die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 zurück und 100 Jahre das Jahr 1913 – für Jochen Dudeck, Leiter der Stadtbücherei Nordenham, lassen sich diese Daten verknüpfen. Zu den Literaten, deren Werke ins Feuer geworfen wurden, gehören Schriftsteller, die das Unglück eines nahenden Weltkrieges bereits 1913 vorraussahen. „Kriege fangen schon Jahre vorher an. Und es lohnt sich ein Blick auf die Leute, die schon 1913 gesagt haben: Da kommt etwas auf uns zu“, so Dudeck. Drei dieser „Verbrannten Denker“ werden in zwei Veranstaltungen am Mittwoch, 22. Mai, und am Mittwoch, 5. Juni, jeweils um 20 Uhr vom Bremer Verleger Helmut Donat in der Stadtbücherei vorgestellt.

So durchorganisiert die Bücherverbrennung war, so nahezu willkürlich die Auswahl der Bücher, die auf einer Liste eines einfachen Bibliothekars basierte. Hinzu kamen die Bücher, die von der Deutschen Studentenschaft, die die treibende Kraft der Bücherverbrennung  war, als „verbrennungswürdige Literatur“ in Bibliotheken und Buchhandlungen ausgemacht wurden. Darunter dürfte auch das damals bekannte Buch „Die Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschland“ von Hans Paasche gewesen sein. Pasche war nach seiner Zeit als Marineoffizier in deutschen Kolonialgebieten zum Pazifisten und Kritiker des deutschen Militarismus und Kolonialismus geworden. Als Wortführer der Jugendbewegung, Mitglied der USPD und später wahrscheinlich der KPD war er ein Feindbild der Rechtsradikalen und wurde 1920 unter nie ganz geklärten Umständen von Soldaten erschossen.

Über diesen Vordenker wird der Bremer Verleger Helmut Donat am 22. Mai referieren. Donat widmet sich als Herausgeber seit vielen Jahren den vergessenen Demokraten des Kaiserreiches und der Weimarer Republik und wurde für sein Engagement mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis der Stadt Oldenburg ausgezeichnet.

Auch am 22. Mai wird Helmut Donat über zwei Schriftsteller referieren, deren Werke er sich angenommen hat. Dann wird neben dem linksliberalen Journalisten Hellmut von Gerlach auch Friedrich Wilhelm Förster Thema sein. 

Förster tauchte an dritter Stelle bei den „Feuersprüchen“ auf. Unter der Parole „Gegen Gesinnungslumperei und politischen Verrat, für Hingabe an Volk und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Friedrich Wilhelm Foerster“ wurden dessen Werke ins Feuer geworfen. Der bedeutende Pädagoge galt ebenfalls als ein Gegner des deutschen Militarismus und war damit eine seltene Ausnahme in der wilhelminischen Zeit.


Artikel vom 21.05.2013




» Leserbrief zu diesem Artikel schreiben
« zurück zur Übersicht

E-PAPER


Aktuelle Ausgabe vom 19.05.2013


Ausgabe lesen


» E-Paper Archiv

BEILAGEN


WETTER




SITEMAP


Startseite
Nachrichten
Lokales  
Kulturelles  
Titelstory  
Kleinanzeigen
Kleinanzeige aufgeben  
Kontakt
Geschäftsführung  
Anzeigenabteilung  
Redaktion  
Verlagssekreteriat / Kleinanzeigen  
Vertrieb  
Online Medien
Tipps und Termine  
E-Paper  
E-Paper Archiv  
Mediadaten
Preisliste  
Technische Angaben  
AGB  
Verbreitungsgebiet  
Zustellung
Austrägerbewerbung  
Zustellreklamationen  
Impressum

PARTNERVERLAGE

Hunte Report Oldenburg   SonntagsZeitung   SonntagsReport
Cloppenburger Wochenblatt   Sonntagsblatt Vechta   DasBLV

 

 
Sonntagszeitung Wesermarsch Verlagsgesellschaft mbH · Hafenstraße 2 · 26919 Brake · Tel. (04401) 93750 · info@wesermarsch-am-sonntag.de                                    · Impressum