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    20.09.2018 - 09:13 Uhr

  

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 Hebammenzentrale nimmt Arbeit auf

 Servicestelle des Landkreises für werdende und frischgebackene Mütter


 Freuen sich über den Start der Hebammenzentrale: v. l. Kirsten Kuilert, Birgit Strempel, Christiane Heyen-Fröhlich und Gertrud Bölke vom Fachdienst Gesundheit und Gleichstellungsbeauftragte Ulla Bernhold.     Bild: Landkreis Wesermarsch/ Eva Dienstag
 Wesermarsch. Wenn werdende Mütter im Landkreis Wesermarsch nach einem Geburtsvorbereitungskurs oder einer Betreuung in der Schwangerschaft suchen, klappt das nicht immer. Auch bei der Suche nach einer Wochenbettbetreuung oder einem Rückbildungskurs kommt manche Frau nicht zum gewünschten Ergebnis. Die Auswirkungen eines Rückgangs der Zahl der Hebammen bei steigenden Geburtenzahlen zeigen Wirkung – auch in der Wesermarsch – und stellen die wohnortnahe Versorgung von Schwangeren und Wöchnerinnen vor neue Herausforderungen.
Das war Anlass für die Bildung einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, die sich intensiv mit der aktuellen Situation zur Hebammenhilfe in der Wesermarsch befasste. Probleme wurden identifiziert und Lösungsvorschläge entwickelt. Schließlich hat der Landkreis Wesermarsch auf Antrag der Gleichstellungsbeauftragten Ulla Bernhold den Vorschlag der Arbeitsgruppe angenommen, eine Hebammenzentrale einzurichten. Der Beschluss des Kreistages für die Hebammenzentrale erfolgte vorerst für zwei Jahre. Als Servicestelle soll sie werdende und „frischgebackene“ Mütter mit Wohnsitz in der Wesermarsch bei der Suche nach Hebammenhilfe unterstützen und eine Hebamme für die gewünschten Dienste vermitteln.

Wie funktioniert die
Hebammenzentrale?
Frauen haben einen Anspruch auf Hebammenhilfe. Hebammen betreuen Frauen in der Schwangerschaft und bei der Geburt sowie nach der Geburt. Die Hebammenzentrale soll Schwangere durch Informationen im Internet und am Telefon entlasten. Dazu melden die an dem Service teilnehmenden Hebammen der Zentrale im Gesundheitsamt ihre freien Kapazitäten. Diese Meldungen werden ständig aktualisiert. Auch sind in der Zentrale Informationen darüber erhältlich, welche Tätigkeiten die einzelnen He­bammen anbieten.
Vermittlung ist das Kerngeschäft der Hebammenzentrale. Dafür bietet der Fachdienst Gesundheit telefonische Sprechzeiten an. Drei Mitarbeiterinnen – Kirsten Kuilert, Christiane Heyen-Fröhlich und Birgit Strempel – nehmen Anfragen nach Hebammenhilfe entgegen. Das Angebot ist kostenlos, eine fachspezifische Beratung der Schwangeren und Mütter findet jedoch nicht statt.
Von der neuen Zentrale sollen auch freiberuflich tätige ­Hebammen profitieren. Die neue Serviceeinrichtung kann eine Arbeitserleichterung für sie sein, weil die Vermittlungen auch über die Zentrale erfolgen können. Vorhandene Kapazitäten können so effizienter genutzt werden und die gewonnene Zeit von den Hebammen für die Betreuung von Schwangeren und Müttern genutzt werden. Berufsanfängerinnen bietet die Zentrale durch die Vermittlungen einen leichteren Einstieg in die Berufswelt.
Auch andere Fachkräfte und Institutionen, die Schwangere und Familien beraten, unterstützen und begleiten, können sich an die Hebammenzentrale wenden.
Die Hebammenzentrale ist ab sofort dienstags von 13 bis 16 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 Uhr besetzt und unter der Telefonnummer 0172/4397987 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten besteht die Möglichkeit, eine Nachricht auf der Mailbox zu hinterlassen oder eine Mail zu senden an hebammenzentrale-wesermarsch@lkbra.de.
Im Internet findet sich der neue Service unter www.hebammenzentrale-wesermarsch.de/. Für Fragen zur neu eingerichteten Hebammenzentrale im Fachdienst Gesundheit steht zudem Gertrud Bölke als zuständige Koordinatorin für die Hebammenzentrale unter Telefon 04401-927543 zur Verfügung.

Artikel vom 22.06.2018

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