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    15.10.2018 - 23:36 Uhr

  

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 Untersuchung kann Leben retten

 Von Martin Bolte

 Mammographie-Screening: Mobil wieder in der Wesermarsch unterwegs


 Dr Gerold Hecht (rechts) ruft gemeinsam mit Brakes Bürgermeister Michael Kurz und den Vertreterinnen der Landfrauen (v.l. Gisela Schröder, Urte Syassen und Marion Grimm) zur Teilnahme am Screening auf.   Bild: Martin Bolte
 Brake/Wesermarsch. „Das Mammographie-Screening ist derzeit die beste Methode, um für eine große Zahl an Frauen regelmäßig alle zwei Jahre eine Brustkrebs-Früherkennung möglich zu machen“, sagt Dr. Gerold Hecht, der das Screening-Programm für die Regionen Weser-Ems und Ostfriesland leitet. „In Brake ist es bereits meine siebte Runde und fast schon Routine“, so Hecht weiter. Doch auch wenn sich vieles wiederhole, gebe es doch immer wieder Neuerungen, die es bei der letzten Visite vor Ort noch nicht gab – so auch in Brake.
Eine dieser Neuerungen und Verbesserungen betreffe die Ersatzterminvereinbarung. Denn anders als in der Vergangenheit können Termine inzwischen schnell und unkompliziert online neu vereinbart werden, sollte der per Post zugeschickte, zugewiesene Termin einer Frau zeitlich nicht passen. Früher hätten neue Termine ausschließlich telefonisch neu vereinbart werden müssen. Wenn dies dann missglückte, sei allzuoft vonseiten der Frauen auf die präventive Untersuchung verzichtet worden, bedauert Hecht. Bei insgesamt 55.000 untersuchungsberechtigten Frauen (50 bis 69 Jahre) im hiesigen Screening-Gebiet seien dies keine Einzelfälle gewesen.
Doch gerade für die Früh­erkennung sei es außerordentlich wichtig, so viele Frauen wie möglich zu mobilisieren, sagt der Experte und verweist auf aktuelle Ergebnisse. Demnach wertete ein internationales Expertengremium der Weltgesundheitsorganisation eine Vielzahl aktueller Studien für die Nutzen-Schaden-Bilanz aus. Diese belegen, dass für Frauen, die regelmäßig am Mammographie-Screening teilnehmen, die Brustkrebs­sterblichkeit um etwa 40 Prozent gesenkt werde. Das entspricht etwa acht geretteten Leben pro 1.000 Frauen.
Allerdings sei auch die Mammographie als „qualitätsgesichertes Verfahren mit zwei Ärzten“ keine unfehlbare Methode, schließt Hecht eine 100-prozentige Sicherheit aus. Dennoch ermögliche sie bei den meisten Frauen mit hoher Treffsicherheit den Nachweis von Veränderungen in der Brust, bevor sie als Knoten oder Verhärtung tastbar sind. „Anders als die Tastuntersuchung der Brust, erlaubt die Mammographie eine echte Frühdiagnose von Brustkrebs“, so Hecht und fügt hinzu: „Kleine Veränderungen, die sich nur mit der Mammographie und nicht durch Tasten entdecken lassen, sind nach den heute vorliegenden Statistiken zumeist heilbar.“
Sei ein Tumor hingegen tastbar, kann er bereits einen Durchmesser von mehreren Zentimetern erreicht haben. Dann finden sich häufig auch schon Tumorzellen in den umliegenden Lymphknoten. „Dadurch verschlechtern sich die Aussichten der betroffenen Frauen auf dauerhafte Heilung“, gibt Hecht zu bedenken. Umso wichtiger sei vor diesem Hintergrund die Teilnahme am Mammographie-Screening, um im Ernstfall frühzeitig eine Diagnose stellen und dementsprechend medizinisch handeln zu können.
Alles in allem trage die Aufklärungsarbeit Früchte, ist der Mediziner zufrieden mit den Teilnahmequoten am Screening-Programm. So lägen diese auf dem Land bei durchschnittlich 65 Prozent und damit über dem Wert der Städte (60 Prozent). Positiv hervor steche die Wesermarsch mit einer durchschnittlichen Teilnahmequote von über 70 Prozent – dem höchsten Wert eines Kreises in seinem Einsatzgebiet, so Hecht. Und Brake als Kreisstadt kam beim letzten Mammobil-Besuch gar auf knapp 75 Prozent: Von 1.900 angeschriebenen Frauen folgten 1.420 dem Untersuchungsaufruf. Noch besser sei der Wert unter den Wiederholungstäterinnnen: „Von den Frauen, die schon mal bei uns waren, kommen über 90 Prozent wieder“, weiß Hecht zu berichten und führt dies zum einen auf die freundliche Atmosphäre im Mammobil und zum anderen auf das speziell geschulte Personal zurück, dem es unter Einsatz modernster Technik gelinge, die Untersuchung so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu machen. Denn auch wenn es „sicher angenehmere Dinge als das Mammographie-Screening“ gebe und jeder Mensch ein unterschiedliches Schmerzempfinden habe, so bestehe dennoch kein Grund, der Untersuchung aus Angst vor Schmerzen fernzubleiben. Auch die Sorge vor schlechten Nachrichten dürfe kein Argument für ein Fernbleiben sein, appelliert Hecht an den gesunden Menschenverstand. Ebenso sieht es Brakes Bürgermeister: „Alle Frauen, die eine Einladung erhalten haben, bitte ich: Nehmen Sie diese Chance wahr“, ruft Michael Kurz zur Teilnahme auf.
In Brake steht das Mammobil noch bis zum 7. Februar auf dem Parkplatz beim alten Gymnasium an der Kirchenstraße. Alle weiteren Informationen, auch zu den übrigen Stationen in der Wesermarsch, sind online unter www.mein-mammobil.de abrufbar. Hier werden auch Antworten auf Fragen wie „wann ist Screening sinnvoll und wie taste ich die Brusst ab?“ gegeben.

Artikel vom 19.01.2018

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