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Monument jetzt enthüllt

Von Horst Haß 

Schüler der Haupt- und Realschule, des Gymnasiums und der Berufsbildenden Schulen sowie die Kreishandwerkerschaft waren beteilig.t


Das Friedensmonument wurde in Anwesenheit vieler Schüler, Lehrkräfte und Gäste enthüllt. Bild: Haß
Brake. Nach dem Amoklauf von Winnenden wurden bundesweit, auf freiwilliger Basis, Waffen abgegeben und eingeschmolzen. Berthold Riesenbeck, Mitglied der Landesjägerschaft Niedersachsen und Vater einer Schülerin des Braker Gymnasiums, hatte die Idee, den eingeschmolzenen Stahl in ein Projekt gegen Gewalt am Gymnasium zu nutzen. Aus dieser Projektidee wurde das Seminarfach „Stahl und Kunst“, das von den Lehrkräften Sina Adler und Tanja Pautsch betreut wurde. Alle beteiligten Schüler haben sich freiwillig zu diesem Seminar gemeldet.
Seit Beginn des letzten Schuljahres arbeiten die Schüler nun an der Umsetzung des Projektes. Da der eingeschmolzene Stahl sich wegen seiner Beschaffenheit nicht eignete, musste auf andere Werkstoffe ausgewichen werden. Anlässlich der Vorstellung des Projektes am 12. Januar 2011 überreichte der Niedersächsische Innenminister, Uwe Schünemann, symbolisch einen Bronzebarren an die Schüler. 
In Zusammenarbeit mit dem Künstler Johannes Cernota, der Gießerei Büsching und mit der Beratung von Berthold Riesenbeck erstellten Schüler der Haupt- und Realschule, des Gymnasiums und der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Brake ein Monument. 
Dieses Monument stellt eine Betonfaust dar, die aus dem Boden bricht. Rund 30 Bronzefiguren, alle zwischen 20 und 30 Zentimeter groß, versuchen gemeinsam die Faust daran zu hindern, aus dem Boden zu kommen. Dabei unterstützen sie sich gegenseitig und arbeiten zusammen. Die Schüler des Seminarfachs haben, in Zusammenarbeit mit dem Künstler, die Faust in Originalgröße aus Gips hergestellt. Sie diente als Vorbild für die Betonfaust, die von Auszubildenden der BBS, in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft gegossen und aufgestellt wurde.
Die Figuren wurden von den Schülern der drei beteiligten Schulen aus Wachs geformt und dienten als Grundlage für die Bronzefiguren, die ab Herbst 2011 von der Gießerei hergestellt wurden.
Am Sontag, 11. März, jährte sich der Amoklauf von Winnenden zum dritten Mal. Anlässlich eines  bundesweiten Aktionstages gegen Gewalt an Schulen wurde nun, im Rahmen eines öffentlichen Festaktes, das Friedensmonument durch die Schüler enthüllt.
Der Aktionstag ist ein Projekt des Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden und des Bundes deutscher Kriminalbeamte. An der Auftaktveranstaltung in Brake nahmen Delegationen der Schulen aus Winnenden, Erfurt, Ansbach und Emsdetten teil. Zum ersten Mal trafen sich dabei Angehörige der vier von Amokläufen betroffenen Schulen.
Der Aktionstag, der um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Marien Kirche begann, mit Vorträgen am Braker Gymnasium und dem Festakt in der Großsporthalle sowie mit der Enthüllung des Monuments fortgesetzt wurde, endete mit einer Mahnwache, durchgeführt vom Jugendrotkreuz, um 18 Uhr am Friedensmonument.

Artikel vom 19.03.2012




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